Pressemitteilung von SAGA zu Informationspolitik und der Verweigerung von Geldleistungen in der BEA

Das Südbadische Aktionsbündnis gegen Abschiebungen (SAGA), das Teil von No Lager ist, hat eine Pressemitteilung zur Informatonspolitik und zur Verweigerung von Geldleistungen in der BEA geschrieben.

Deutlich wird dort, dass entgegen der öffentlichen Beteuerungen, dass in der BEA alles in Ordnung sei, das Lagersystem generell kein menschenwürdiges Wohnen ermöglicht und es auch in Freiburg zu Rechtsbrüchen kommt. Den Forderungen und zu klärenden Fragen schließen wir uns an!

SAGA bietet Geflüchteten eine anonyme Beratung in Aufenthaltsfragen an. Die Sprechzeiten sind Mittwochs von 15.00 bis 18.00 Uhr und Freitags von 17.00 bis 20.00 Uhr im Rasthaus auf dem Grethergelände (Adlerstraße 12).

BEA-Hausordnung

Französische Fassung der (rechtswdrigen) BEA-Hausordnung – siehe v.a. Punkt 20.

Die vollständige Pressemitteilung:

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Mini-Rasthaus komplett überfüllt

Ein Riesenandrang herrschte heute Nachmittag auf die Deutschkurse im Mini-Rasthaus. Gut 70 Personen fanden sich ein, die in 5 Gruppen parallel unterrichtet wurden.

Weil im Mini-Rasthaus alle drei Räume komplett voll waren, musste eine Gruppe in Redaktionsräume des Radio Dreyeckland ausweichen und eine den Unterricht sogar unter freiem Himmel auf einer Treppe vor dem Rasthaus abhalten:sprachkurs

Sehr vielen Geflüchteten ist es ein großes Anliegen, Deutsch zu lernen. Sie wollen ankommen, studieren, endlich ihr Leben weiterleben. Die Frage nach Deutschunterricht war eine der schon in den ersten Tagen an den Willkommenszelten am häufigsten gestellte. Tag für Tag fanden auf dem Gehweg neben der BEA spontane Kurse statt.

War da nicht mal die Rede davon, dass in Freiburger alles besser, alles humaner werden soll als in all den anderen Lagern? Dass den Menschen im Erstaufnahmelager Deutschkurse angeboten würden? Im Moment sieht es (noch?) nicht danach aus.

Und war da nicht vor über zehn Jahren einmal so etwas wie ein Wahlversprechen von Herrn Salomon für ein “großes Rasthaus”? Ganz offensichtlich ist der Bedarf nach Räumen für selbstverwaltete Unterstützungsarbeit für Geflüchtete ungebrochen da, und ebenso das Engagement, diese zu leisten. Allein, es fehlt der Raum!

In der BZ wird derweil munter eine diskursive Trennung zwischen “stark politisch motiviert agierenden Linksaktivisten mit überzogenen Vorwürfen” und “Privatleuten, die bis gestern noch immer draußen Kleider- und Sachspenden verteilen mussten” hergestellt – die Tatsache vollkommen übergehend, dass es sich hierbei um ein und denselben Personenkreis handelt. Ein dies anmerkender Kommentar wurde von der Online-Redaktion innerhalb kürzester Zeit unbeantwortet wieder gelöscht. Politisch motiviert?

Beschämende Zustände in der BEA

Pressemitteilung des NoLagerFreiburg -Bündnisses 15.09.2015

Am Samstag, 5.9.2015, ging in Freiburg eine Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) für bis zu 900 Geflüchtete (derzeit: über 500) in Betrieb. Vom ersten Tag an ist das NoLagerFreiburg-Bündnis kontinuierlich vor Ort – zunächst durch zwei (nach 3 Tagen von der Polizei geräumte) Willkommenszelte auf einer Brache gegenüber, seit der Räumung durch einen Infostand auf einem Gehweg direkt neben dem BEA-Gelände.

Dorthin kommen von Angang an Geflüchtete mit ihren Fragen und Anliegen. Auf diese Weise erreichten uns Berichte von Missständen, die in Zahl und Ausmaß zutiefst beschämend, jedoch unserer Meinung nach in solchen Lagern strukturell angelegt sind.

Interview zur Pressemitteilung bei Radio Dreyeckland

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Ein weiterer langer Tag

Auch wenn nach der Räumung am Dienstag die Frage nach einem Ort, an dem das Willkommenszelt dauerhaft sein kann, immer noch offen ist, haben sich während des gesamten Tages viele Leute (Geflüchtete, Unterstüzer*innen und Passant*innen) am provisorischen NoLager-Stand neben der BEA zusammengefunden. Der Tag klang mit einem gut besuchten Abend mit gemeinsamem Essen, Diskussionen und einem Film-Input im Susi-Café aus. Auch wenn wir momentan in den Medien weniger präsent sein mögen entwickeln sich eine Menge Dinge. Weiterlesen

Gibt es Sozialarbeiter*innen in der BEA?

Diakonie und Caritas schreiben noch immer die Sozialarbeiter*innenstellen für die BEA auf ihren Internetauftritten aus, eine Woche NACHDEM die ersten Asylsuchenden in der BEA untergebracht wurden. Das bedeutet vermutlich, dass der versprochene Betreuungsschlüssel von 1:100 gegenwärtig nicht eingehalten wird – zum entscheidenden Zeitpunkt, an dem die Menschen ankommen und einen großen Bedarf an Orientierung und Information haben.

Außerdem ist nicht klar, mit wem die Menschen sprechen können, wenn sie persönliche oder gesundheitliche Probleme haben, wer aktuell die Spenden der Freiburger Bevölkerung verwaltet und ausgibt – übernimmt all das gegenwärtig der anwesende Sicherheitsdienst?

Und wurde uns nicht, nebenbei, vom Regierungspräsidium mitgeteilt, das DRK würde die Sozialbetreuung in der BEA übernehmen? Es scheint Chaos zu herrschen.

The eviction won’t stop NoLager Freiburg!

Since we’ve been evictet from the unused piece of waste land opposite the BEA, we’re now located on the sidewalk just next to the BEA fence. But we’re still there, and we will not let police stop us in showing solidarity, supporting the refugees and criticizing the German Lager system!!!

Right now we’re in different processes as to work on the question of a free space where the manifold initiatives that have begun during the last couple of days can take place, but we’re also working on asylum right workshops for refugees and for supporters, and we want, most of all, to listen to the refugees, to find out how we can meet their needs and support them best.

So: come along, we’re still right next to the BEA. Bring coffee and tea in thermos flasks, we cannot provide any hot drinks where we are located right now. Support us in finding and claiming a place where solidarity can become practical. Get yourself information about asylum law, Pro Asyl  provides a lot of instructive publications.

There will also be a movie screening tonight at 19:30 in SusiCafé (Vaubanallee 2): BOZA, a film about refugee’s experiences on their way to Europe (with German subtitles). After this, there will be a discussion with an activist from the group Refugees For Change – Refugees of Hessen against Dublin Regulations.

boza

Pressemitteilung zur Räumung der Willkommenszelte

geraeumt

Polizei räumt Refugees Welcome-Zelt!
Heute gegen 08.00 Uhr hat die Polizei die Willkommenszelte für Geflüchtete gegenüber der BEA geräumt, 2 Personen wurden festgenommen.

Während in den letzten Tagen die ‘Willkommenskultur’ in München, Dortmund usw. in allen Medien gefeiert wurde, zeigt die heutige Räumung der Willkommenszelte in Freiburg, dass es in der ‘weltoffenen’ Green City nicht erwünscht ist praktische Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Weiterlesen