Über uns

Anlässlich der Einrichtung einer Landeserstaufnahmestelle in Freiburg hat sich
eine Arbeitsgruppe (zuerst aus dem rasthaus) zusammengefunden, die die ausgrenzende Sonderbehandlung von Geflüchteten generell kritisiert und die Einrichtung der LEA beobachtet.

The group is working on a critical perspective on the creation of a
„Landeserstaufnahmestelle“ in Freiburg, a special camp for refugees where
people will have to live behind a fence, under surveillance by the police etc.
We are working on a broad critique of the treatment of refugees in Germany
using the example of those „Landeserstaufnahmestelle“-camps.

Kontakt:

Zur Zeit sind wir mit einem Willkommenszelt neben der BEA (Lörrachersstr. beim Edeka). Kommt vorbei!

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Ab 2017 soll in Freiburg eine, vom Land finanzierte, Landeserstaufnahmestelle gegen Flüchtlinge (LEA) eingerichtet werden. Freiburg wird ab diesen Zeitpunkt nicht mehr für die sogenannte „Anschlussunterbringung“ von Flüchtlingen zuständig sein. Das vermeintlich „multikulturelle“ und „weltoffene“ Freiburg entzieht sich damit der Verantwortung, Geflüchtete dauerhaft hier unterzubringen.

Die LEA ist eine besondere Art von Sammellager. „Die Buschtrommeln werden in Afrika signalisieren – kommt nicht nach Baden-Württemberg, dort müßt ihr ins Lager“, in so ungeschminkt rassistischem Ton sprach es 1982 der damalige Ministerpräsident Lothar Späth aus, als in Baden-Württemberg das Prinzip der Sammellager entwickelt wurde. Die Idee solcher Einrichtungen war also von Anfang an Abschreckung, Kontrolle und Isolation. Die politische Rhetorik ist seither subtiler geworden – was dieselbe Wirkung nur noch mehr stabilisiert. Auch die LEA in Freiburg wird von einem Zaun umgeben sein, es wird Polizei auf dem Gelände geben, die Geflüchteten müssen ihre Fingerabdrücke abgeben, dürfen sich nicht frei bewegen, usw. Die jüngsten Sammelabschiebungen in den Kosovo direkt aus der LEA heraus haben gezeigt, dass die Landeserstaufnahmestellen benötigt werden, um die Aburteilung von nahezu rechtlosen Geflüchteten reibungslos und schnell an einem Ort durchführen zu können. LEA steht also für LandesEilAbschiebelager.

Wir wollen auf die gesamtgesellschaftliche Dimension solcher Einrichtungen eingehen: Hier werden Daten gesammelt, Menschen quantifiziert, in Kategorien eingeteilt, „nützlich“ von vermeintlich „nutzlos“ unterschieden, diszipliniert und kontrolliert. Die LEA ist Experimentierfeld und lässt sich in ihrer Funktion auf andere gesellschaftliche Bereiche übertragen.
Wir glauben deshalb, dass die Beschäftigung mit der LEA und eine kritische Intervention nicht nur Aufgabe einer antirassistischen Bewegung ist, sondern gleichzeitig alle angeht, die an einer Gesellschaft ohne Ausgrenzung interessiert sind, die gegen den Ausschluss zahlreicher Personengruppen aus der Gesellschaft kämpfen.
Kommt vorbei, informiert euch und bringt eure eigene Perspektive auf das Themengebiet ein.